Der Hohenstein

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              1. Lage

                 2. Topographie

                 3. Blutbach und Schlacht auf dem Dachtelfeld

                 4. Die Baxmannbaude

                 5. Auf dem Gipfel des Hohensteins

                      5.1. Der Grüne Altar, pfäffisch auch Teufelskanzel genannt

                      5.2. Gedenkstein und Absturzstelle des Mädchens

                 6. Tod bei der Wildschweinjagd: Der Kreuzstein unten im Blutbachtal

                 7. Die beiden Blutbachquellen und das Totental
 
                 8. Waldsee im Wellergrund(Nordseite des Hohenstein) 



Der Hohenstein ist der letzte große und östlichste Berg in der Weserbergkette.
Die dann sich anschließenden Waldberge gehören zum Süntelmassiv(440 m),
das sich nicht in west-östlicher Richtung erstreckt wie das Wesergebirge,
sondern von Nordosten nach Südosten.

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Der Hohenstein von Süden(von der StraßeWickbolsen - Pappmühle aus)      14.9.07


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             Der Hohenstein mit dem Wenchenberg im Vordergrund          6.10.2007



Der Hohenstein ist 311 m hoch. Besonders an seiner Südseite besitzt er
20 - 30 m hohe weithin sichtbare Felswände, die von der Hamelner Sparte
des Alpenvereins zu Kletterzwecken benutzt werden:

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            Klippen am Hohenstein(vom Pfad unter den Klippen)     14.9.07
                             

Unterhalb des Hohensteins liegt das teilweise von Kuhweiden durchzogene
idyllische Blutbachtal mit einem asphaltierten Forstweg:

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                        Der Hauptweg im unteren Blutbachtal                14.9.07


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            Im unteren Blutbachtal(rechts unter den Erlen fließt der Blutbach)     14.9.07


          
Wir bewegen uns im Hohensteingebiet auf historischem Boden:

       Der Blutbach erinnert an die Schlacht auf dem nördlich vom Hohenstein
       gelegenen
Dachtelfeld, ein waldiges Hochplateau des Süntels, auf dem 782
       die (Nieder-)Sachsen unter ihrem Sachsenherzog Widukind ein Heer der
       fränkischen Invasoren Karls des sogenannten Großen vernichtete.

       Letzterer ist auch unter dem Namen "Karl der Sachsenschlächter" bekannt,
       weil er später im Jahr 782 bei Verden an der Aller(am nordwestlichen Stadrand
       von Verden, am Bach Halse, einem rechtseitigen Nebenbach der Aller bei Verden-
       Dauelsen)
4.500 Sachsen(Männer, Frauen und Kinder!) hinrichten ließ,
       unter seiner persönlichen Aufsicht(sog. Blutgericht von Verden).

       Informationen über den Völkermord durch den christlichen fränkischen
       Sachsenschlächter Karl
finden Sie auf folgender Internetseite. Dort sind
       auch enhüllende Angaben darüber, wie heuchlerisch und lügenhaft die Stadt
       Verden und die Evangelische Landeskirche in Hannover mit dem Völkermord
       von Verden umgehen: christlicher Völkermord an den Sachsen. (< klicken!)
      
       Die Sachsenkrieger waren leider nach der Schlacht auf dem Dachtelfeld wieder
       auseinandergegangen und die Franken waren mit einem weiteren Heer wiedergekommen.
       Den jährlich in Aachen verliehenen sog. Karlspreis müssen wir Niedersachsen
       deshalb als niederträchtigen Hohn ansehen.

       Der Blutbach entspringt am westlichen Rande des Dachtelfelds,
       praktisch genau zwischen den Bergen Ramsnacken und Südwehe.


Unterhalb der Westseite des Hohensteins liegt die Waldschänke
"Baxmannbaude", die an Wochenenden immer bewirtschaftet wurde:


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                             Die Waldschänke "Baxmannbaude"               14.9.07

Die "Baxmannbaude" war Sonnabends von 11 - 17 Uhr und Sonntags
von 11 - 17 Uhr bewirtschaftet(auch im Winter): Man konnte draußen
oder drinnen sitzen.

Achtung, im Frühjahr 2014,  am Sonnabend, den 22. März 2014,
jedenfalls, war die Baxmannbaude nicht geöffnet, wahrscheinlich dann
auch nicht am folgenden Sonntag! 
Die jungen Leute, welche die Bude von
den Alten übernahmen, haben es wohl nicht mehr so nötig!
Wann sie wieder geöffnet haben, ist nicht bekannt.

Am besten also vorher anrufen und sich erkundigen!

Die obigen Öffnungszeiten sollen den neuen Angaben zufolge auch in 2014
gelten! Von einer jahreszeitlichen Einschränkung ist nichts bekannt!
(Stand von Mai 2014!).


Ende März 2014 aber war die Bude total verwaist:


                                               Baxmannbaude                                     22. März 2014

Daß nicht einmal ein Hinweis auf Wiedereröffnung an der Bude angebracht war,
wirkt ziemlich unfreundlich und unprofessionell!  -  Für auswärtige Gäste, die von weiter
her(z. B. aus Hannover) kommen, ist das entäuschend und abweisend, aber daran denken
die jungen letztjährigen Betreiber der Bude nicht! Sich für ihr Verhalten zu entschuldigen,
fällt ihnen nicht ein.


                                        Baxmannbaude am 22. März 2014


So sah es bei der Baxmannbaude früher aus:         

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Selbstbedienung erfolgt am Ausgabefenster links.           29.Mai 2011
             Die kleine Henriette fährt ein bißchen Fahrrad, während ihre Mutter
             und aushelfende Großmutter sich um die Gastronomie kümmern.
             Die nette Großmutter kann übrigens wunderbaren Kuchen backen!

Baxmann war ein erfolgreicher Hesslich Oldendorfer Gastwirt, dem man
aus Neid und Missgunst erfundene Übeltaten nachsagte. Wie die Leute so sind!


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        Hohensteinklippen und "Baxmannbaude" auf historischer Postkarte
           (das Blutbachtal wird auf der Karte fälschlicherweise "Totental" genannt!)


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Der Blick von der Baxmannbaude ins untere Blutbachtal mit Kuhweiden     14.9.07

Bei der "Baxmannbaude" ist der Ausgangspunkt für die wichtigsten Aufstiegswege
zum Hohenstein hinauf.


Auf dem Gipfel des Hohenstein:

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                                Blick vom Gipfel des Hohenstein                                14.9.07


Ein markanter Punkt auf dem Berg (nahe dem westlichen Ende des Hohensteins)
ist der Grüne Altar, eine einzeln stehende Klippe, die als Aussichtspunkt über
eine Treppe bestiegen werden kann; sie gilt als heiliger Ort unserer germanischen
Vorfahren. Pfaffen erfanden bezeichnenderweise dafür, in ihrer altbekannten
Weise der Diffamierung anderen Glaubens, den Namen "Teufelskanzel":


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                                            Der grüne Altar                                               14.9.07


            Blick vom "Grünen Altar" des Hohensteins auf die Pappmühle
                              am südlichen Ende des Blutbachtals:

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                                Blick vom Grünen Altar hinunter                                10.9.2006

Auf dem Photo oben sieht man vorne die Pappmühle, hinten das Dorf Höfingen,
dahinter die Fischbecker Berge und ganz hinten den langgestreckten bewaldeten
Klüt bei Hameln
.  -  Die Pappmühle am Blutbach ist heute ein Hotel-Restaurant.

Beim Grünen Altar gibt es eine Schutzhütte.


Geht man vom Grünen Altar den Kammweg weiter nach Osten(Richtung Süntel),
so erreicht man nach etwa 20 Minuten rechts vom Weg am Rand der Klippen eine
Stelle im Wald, an der sich im August 1956 ein schreckliches Unglück ereignet hat.
Ein 12-jähriges Schulmädchen, ist dort bei einem Ausflug mit ihrer Schulklasse
tödlich verunglückt, indem es aus Unachtsamkeit von der ca. 20-25 m hohen Klippe
in die Tiefe stürzte:

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                         Gedenkstein für das verunglückte Mädchen                         14.9.07



Ein weiterer aber uralter Gedenkstein ist der sog. Kreuzstein am Hauptweg rechts
nach etwa 150 m, wenn man vom großen Parkplatz am Waldrand(der sich etwa 400 m
nach der Pappmühle befindet) in das Blutbachtal in Richtung Baxmannbaude hineingeht:

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                      Der sog. Kreuzstein am Anfang des Blutbachtals   14.9.07

Die Inschrift auf dem Stein lautet folgendermaßen:

                                 Am 8 Januar 1584 ist an
                                 dieser Stelle des Wohlge-
                                 borenen Herrn Adolf zu
                                 Schaumburg reisiger
                                 Knecht Hans Ridder von
                                 einem wilden Schweine
                                 getötet worden


Der Blutbach, entspringt in den Wäldern nördlich des Hohensteins

am westlichen Rande des Dachtelfelds .
Dort, am Anfang eines kleinen Hochtals zwischen dem nordwestlichen
Ende des Berges "Südwehe"(338 m) und der bewaldeten Hochebene
des Dachtelfeldes tritt die obere Quelle des Blutbaches aus den Felsen
zutage:


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                              Die Obere Blutbachquelle              7.10.2007


Die Blutbachquelle ergießt sich in einen mit einem Plattenwall versehenen
Quellteich
:

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           Der kleine Teich gleich unterhalb der oberen Blutbachquelle     7.10.07

Der hier entstehende Blutbach fließt sodann in das düstere enge Totental
zwischen dem plateauartigen Ende des westlich liegenden Waldberges
"Ramsnacken" und dem östlich gelegenem Berg Südwehe.

Das Totental mündet nach ca. 1,5 km unten am Hohenstein in das obere
Blutbachtal. Das Totental erinnert an die Opfer der Schlacht auf dem
Dachtelfeld 782 (siehe oben!).

Auf den ersten ca. 150 m fließt der Blutbach nur bei genügender Wasser-
führung der oberen Blutbachquelle(s.o.), d.h. nach ergiebigen Regenfällen
oder nach der Schneeschmelze durch das Totental(s.auf dem folgenden
Photo):

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             Der Blutbach kurz nach der oberen Quelle nach viel Regen 
7.10.07
             ergießt sich ins Totental   


Die untere = stärkere Quelle, die immer genügend Wasser führt, ist auf
dem folgenden Photo erkennbar:

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            Die Stelle mit der Unteren Quelle des Blutbachs im Totental  20.9.06
                                (ca. 150 m talabwärts vom Quellbecken der oberen Quelle!)

Am unteren Ende des Totentals vereinigt sich der Blutbach mit dem aus dem
Wellergrund, dem Waldtal zwischen Hohenstein und Südwehe, kommendem Bach
und fließt in Richtung Baxmannbaude und Pappmühle zum Talausgang des Blut-
bachs.


Geht man von der Baxmannbaude rechts im Blutbachtal hinauf und von dort
am Nebenbach des Blutbachs entlang in das Tal des Wellergrund hinein, so
kommt man zu einem Waldsee oder großem Waldteich dicht unterhalb des
Nordhangs des Hohenstein:

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                 Waldsee im Wellergrund(Nordseite des Hohenstein)  8.8.2004

Dieser große Waldteich hat eine Fläche von ca. 40 x 100 m.

Der See entstand Anfang Januar 1932 durch einen gewaltigen Bergsturz des
Südhangs der Südwehe.
Der vorher tief gefrorene und dadurch gelockerte
Waldboden am Hang wurde durch einen plötzlichen Wetterumschwung und
Regenfälle aufgeweicht, gleichzeitig rüttelte ein heftiger Sturm an den Wald-
bäumen, sodaß plötzlich völlig unbemerkt ein Hangstück von ca. 4 ha Größe
ins Tal rutschte und durch einen ca. 10 m hohen Erdwall den Bach staute,
woraus sich dann der See entwickelte.


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                                                                                                           (überarbeitet: 16.10.07,
                                                                                                           ergänzt 15.1.2008,
                                                                                                           18.8.10, 18.3.11, 23.3.14
                                                                                                           22.4.2014)