Stillegung der Kreisstraße K72 vom Rohdener Paß zur Paschenburg (< klicken)
                                Ein abwegiger Plan des NABU Rinteln
                     gegen die Interessen der Bevölkerung

         Mit Verwunderung vernimmt man dieser Tage vom Vorhaben des Rintelner NABU
       (Naturschutzbund). Der Rintelner NABU-Vorsitzende, Nick Büscher, möchte die
       Straße K72 vom Rohdener Paß zur Paschenburg auf den Möncheberg sperren lassen.

       Offenbar fällt ihm in der Sauere-Gurken-Zeit des Hochsommers nichts Besseres ein,
       um sich zu profilieren. Oder er arbeitet schon ein bißchen für die Steinbruchfirma,
       die daran interessiert ist, daß die Straße verschwindet, damit sie irgendwann auch
       diesen Berg abbauen kann!


       Die Straße ist wichtig für alle Besucher von Paschenburg und Schaumburg,
       die aus Richtung Hannover von der Autobahn A2 kommen
.

       Auch für Rehrener Bürger, die zur Paschenburg, zur Schaumburg und nach
       Rosenthal und Ostendorf fahren wollen, oder für Bürger, welche von den
       beiden letzteren Dörfern nach Rehren bzw. zur Autobahn A2 wollen, ist diese
       Kreisstraße K72 kaum verzichtbar.

       Alle diese Straßenbenutzer müssten andernfalls den Umweg über den
       Deckberger Pass fahren
, was den Benzinverbrauch erhöhen würde, also
       umweltschädigender wäre. Also würde "die Ökobilanz", die Herr Büscher
       anführt, durch Schließung der Straße sogar negativ.

       Daß man weniger Strassen brauche, wenn  -  wie von Herrn Büscher unterstellt
       wird  -    die Bevölkerung schrumpft, leuchtet nicht ein. Man braucht vielleicht
       nicht weitere Strassen zu bauen, aber die bestehenden Straßen sind auch für eine
       kleinere Bevölkerung immer noch wichtig.

       Daß man den "Bergkamm für Wanderer und Spaziergänger attraktiver gestalten"
       würde, wenn man die K72 schließt, wird kaum der Fall sein. Der Kammweg
       verläuft ein großes Stück höher, unmittelbar über dem Steilhang des Mönchebergs,
       und die Menschen benutzen diesen attraktiven Weg und werden nicht die
       langweilige Strecke einer aufgelassenen K72 benutzen. Herr Büscher kennt
       offenbar nicht die örtlichen Verhältnisse auf dem Möncheberg. Sein Plan kommt
       vielleicht in geringem Maße den Rehlein, Füchslein und Jägern zugute aber
       nicht den Menschen allgemein.

       Wenn die K72 nicht mehr besteht, werden viele Autofahrer die aus Richtung A2,
       Rehren und über Rohden kommen, nicht mehr zur Paschenburg fahren, was
       der dortigen Gaststätte abträglich wäre und insgesamt die Attraktivität des
       Wesergebirges mindern würde
.

       Herr Büscher meint außerdem:
"Der Erhalt der Straße sei zu teuer." Ach,
       er will dem Staat auf die Sprünge helfen, an dieser bescheidenen Stelle
       Kosten zu sparen
! Wie edel und staatstragend von diesem jungen Mann!
      
       Aber für dieses Ziel soll er sich doch einmal gefälligst eine von vielen
       anderen Möglichkeiten heraussuchen und muß nicht seine Sparsucht
       auf dem Rücken von Schaumburger Bürgern ausleben.

      
Es ist befremdlich, daß neuerdings die jüngere Generation, die bislang
       nicht viel geleistet hat, Forderungen zum Kosteneinsparen an die Älteren
       stellt, die den ganzen Aufbau unserer Gesellschaft nach dem 2. Weltkrieg
       unter allen möglichen Entbehrungen geleistet haben. Die von dem jungen
       Herrn Büscher unterstellte schrumpfende Bevölkerung(s.o.) wird ja
       gerade von Herrn Büschers junger Spaß-Generation verursacht,
       die zu egoististisch ist, Kinder in die Welt zu setzen, weil sie sehr hohe
       Ansprüche an die höchstpersönliche Lebensqualität hat, von der die
       heute Älteren in ihren jungen Jahren nur träumen konnten.
       Und diesen Älteren gönnt man nicht einmal eine popelige
       schmale Straße K72 durch den Wald zu Paschenburg und Schaumburg?
      
      
Wie wäre es zum Beispiel, wenn Herr Büscher bloß den Afghanistan-Krieg
       zum Kostensparen
heranzieht; der kostet 3 Milliarden Euro jährlich * und
       es soll nach Absicht der SPD-Matadore Struck und Steinmeier noch wenigstens
       10 Jahre mit dem Geldausgeben dafür weitergehen. An dieser Stelle sollte
       sich Herr Büscher einmal engagieren
. Oder auch sich um die vom NABU
       so geliebten Gelbbauch-Unken und anderes niedliches Kleingetier kümmern!
     

               Alles in allem gewinnt man den Eindruck, der NABU Rinteln,
               - der grundsätzlich eine wichtige ökologische Funktion erfüllt -
                 schießt in diesem Falle über seine legitimen Ziele hinaus und
                  wendet sich gegen die Interessen der Menschen in unserer Region!



Inzwischen hat die Verwaltung des Landkreises Schaumburg in Stadthagen
verlauten lassen, daß der Landkreis nicht daran denkt, die K72 zu schließen.
Der Ortsbürgermeister der Ortschaft Schaumburg ist ebenfalls gegen das
Vorhaben des NABU.

                                                                                12. August 2009,
                                                                                                                        ergänzt: 17.8.09
__________________
* Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung (DIW)
kostet der Afghanistan-
Krieg die deutschen Steuerzahler jedes Jahr !
3 Milliarden Euro
(s. Spiegel Online v. 20.5.2010).


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